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Rückblick

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ZONTA International Convention in San Antonio, 25. bis 30. Juni 2010


An der Convention nahmen knapp 1300 Clubdelegierte teil. Da nicht nur Delegierte dabeiwaren, dürften sich etwa 2000 Zontians in San Antonio versammelt haben, darunter immerhin sieben PIPS (Past International Presidents).
Am ersten Tag der Convention fand bereits ein open forum zum Thema der ZONTA-Finanzen statt, das von International President Beryl Sten eröffnet wurde. Hauptmessage: ZONTA is a business and has to be managed as such. ZIF sollte daher in jedem Club Prioriät haben. In jedem Club soll das Budget ein notwendiges Planungsinstrument sein, damit die Clubs in " good standing", also ohne Schulden sind. ZI wird zu den Clubs eine Datenbank installieren, die der Clubpräsidentin und der Schatzmeisterin die Möglichkeit gibt, online die Daten zu verfolgen und zu bearbeiten.
Weiter wurde nochmal darauf hingewiesen, daß an ZI stets in US $ gezahlt werden muß.

Mailbox Adresse:
altZI
1919 Paysphere Circle,
Chicago IL 60674, USA
Wire to Bank of America, Chicago, IL
1.ABA # 0260 _ 0959 _3,
Account: siehe website
Zusammen mit der Zahlung< Formular B, fuer Nicht US_Buerger
Fragen beantwortet: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  
Aufruf an alle Clubs: anstelle von Google könnte man auch www.goodsearch.com/ nutzen -wenn jeder  10 x im Jahr dort sucht, erhält ZI 3.145,70 US $.
Etwas „außer der Reihe“ wurde dann doch noch einmal eine Beitragserhöhung um $ 15 pro Mitglied und Jahr beschlossen (853 gegen 348 Stimmen). Dies muß vorher angekündigt worden sein; allerdings haben wir die entsprechenden Mitteilungen nicht erhalten, und auch bei der Convention-Schulung in Hannover ist dieser Punkt nicht angesprochen worden. Uns wurde aber nachvollziehbar dargelegt, daß insbesondere die Finanzkrise auch ZONTA zugesetzt hat und daß trotz offenbar erheblicher Einsparungen eine Beitragserhöhung unerläßlich ist. Ein Grund dafür ist auch die weiter sinkende Mitgliederzahl, die jetzt bei 31 457 liegt. Die leidige Immobiliengeschichte ist für ZONTA International nach allem, was wir gehört haben, wohl einigermaßen glimpflich abgegangen, so daß davon ausgegangen werden kann, daß wir mit der Beitragserhöhung nicht diese Fehlleistung subventionieren.
Am Nachmittag des 25. Juni versammelten sich die Districts jeweils zu kurzen district meetings. Ute Scholz dankte allen für die Arbeit im letzten Biennium; die neue Governor Frieda Demey stellte sich vor. Die ZIF-Beauftragte Liief Aerts berichtete über das Spendenaufkommen und benannte insbesondere die Clubs, die im letzten Jahr nicht gezahlt hatten.

altDer offizielle Beginn der Convention war dann die opening ceremony am Nachmittag des 26. Juni. Die Flaggenparade fand diesmal in der Weise statt, daß die flag bearers die Flaggen gar nicht selbst hineintragen mußten, sondern am Arm jeweils eines Feuerwehrmannes von San Antionio einmarschierten, der – ganz Gentleman – auch die Flagge trug. Nach den Begrüßungsreden der Convention Chairman Darlene Kurtz und der Governor des gastgebenden Districts 10, Danita Utsman, sowie natürlich der International President Beryl Sten, war Keynote speaker eine schwedische Professorin, die in den verschiedensten Positionen, u.a. für die UN, für die Gleichstellung von Frauen gearbeitet hat. Zum Schluß wurden wir mit einer texanischen Musikeinlage von einer singenden und tanzenden Cowboy und –girl-Gruppe unterhalten.
Der 27. Juni begann mit einem Memorial Service, der im New Orleans-Stil von einer Jazzband begleitet wurde. Es folgten die Präsentation des Convention Programms und der Verfahrensregelungen, der Bericht der International President, die Erwähnung von Viel- und Großspendern (immerhin zwei deutsche Clubs, ZC Alzeney und ZC München II waren mit mehr als $ 20 000 dabei!), und der Bericht des Finance Committees. Am Nachmittag folgten der Bericht des Nominating Committees und die Vorstellung der Kandidatinnen.

altDer 28. Juni stand im Zeichen der Wahl der Kandidatinnen für die internationalen Ämter und der Abstimmung über die Bylaws und Resolutions.
Als President Elect standen zur Wahl Annette Binder (ZC Hamburg-Elbufer), Lynn McKenzie (ZC Wellington, Neuseeland) und from the floor Darlene Kurtz (ZC Houston, USA). In die Stichwahl kamen Annette Binder und Lynn McKenzie, und hier machte letztere mit 668 zu 603 Stimmen das Rennen. Vizepräsidentinnen-Kandidatinnen waren Naomi Arnold-Reschke (ZC Gawler Inc., Australien), A.O. Omotayo Morgan (ZC Ibadan, Nigeria), Maria Jose Landeira Oestergaard (ZC Kopenhagen I, Dänemark) und from the floor Kerry Dixon-Fox (ZC Mankato, USA). Auch hier war eine Stichwahl notwendig, dabei verlor A.O. Omotayo Morgan gegen Maria Jose Landeira Oestergaard mit 560 zu 683 Stimmen. In das International Board ist eine deutsche Kandidatin gewählt worden, nämlich Susanne v. Bassewitz aus Düsseldorf. Alle übrigen Wahlergebnisse können bei uns abgefragt werden.
Die Bylaws sind insoweit geändert worden, als im Falle der Auflösung eines Clubs zunächst alle Schulden und alle „service obligations“ – das sind alle Versprechungen, die ein Club im Gegenzug für Zuwendungen gemacht hat – zu erfüllen sind und das restliche Vermögen an ZIF fällt. Hier muß geprüft werden, ob unsere Satzungen angepaßt werden müssen. Nicht angenommen wurde der Vorschlag des International Board, Clubs, die ihre dues zu spät zahlen, mit einer „Verwaltungsgebühr“ bzw. „Strafe“ – je nach Sichtweise – von bis zu 10 % der dues zu belegen. Ebenfalls abgelehnt wurden die Vorschläge, wieder ein eigenständiges Board für ZIF einzuführen (derzeit ist das International Board sowohl für ZI als auch für ZIF zuständig) und die in Rotterdam beschlossene Änderung hinsichtlich der Qualifikation neuer Mitglieder (aktiv in leitender Stellung im Beruf tätig oder jedenfalls mit Erfahrung in leitender Stellung, letzteres sollte wieder abgeschafft werden) rückgängig zu machen. Eine Resolution, daß ZONTA sich gegen das Rauchen, insbesondere natürlich von Frauen, engagieren solle, ist nicht angenommen worden. Mit knapper Mehrheit hat die Convention sich dagegen für den Vorschlag unseres Districts ausgesprochen, bei Conventions Tagesgebühren einzuführen, so daß Gäste sich nicht zum vollen Preis für die gesamte Veranstaltung anmelden müssen, sondern für eine entsprechend geringere Gebühr an einzelnen Tagen „hineinschnuppern“ können. Sämtliche Änderungen der Bylaws und die Texte der vorgeschlagenen Resolutions sowie die wesentlichen Abstimmungsergebnisse können bei uns abgefragt werden; sie müßten in nächster Zeit auch auf der Website von ZONTA International erscheinen. Wir müssen prüfen, ob und inwieweit wir unsere Satzungen anpassen müssen.
 
Daltie Bylaws-Session gestaltete sich langwierig und schwierig, weil etwa nach der Hälfte der Zeit die Abstimmungsmaschinen nicht mehr funktionierten, so daß eine Reihe von Delegierten ihre Stimme nicht abgeben konnten. Während auf dem Podium fieberhaft versucht wurde, des Problems Herr zu werden, und im Saal langsam Unmut aufkam, spielte irgendein Witzbold den offiziellen ZONTA-Werbefilm auf den Leinwänden ein – komplett mit Musik und allem. Damit drehte die Stimmung sofort – man kann ohne Übertreibung sagen, der Kongreß tanzte! Nach einiger Zeit konnte das Abstimmungsproblem dann dadurch behoben werden, daß während der ersten Hälfte der Abstimmungszeit von jeweils einer Minute die eine Hälfte des Saales Knöpfchen drückte und während der zweiten Hälfte der Abstimmungszeit die andere Hälfte. Nach allem waren wir gegen 20.00 h glücklich durch mit dem Programm und konnten gegen 21.00 h noch ein von Ute Scholz organisiertes District 27-Dinner genießen.

Die Serviceprojekte von ZONTA International dominierten die Business Session am 29. Juni.
Für das Biennium 2010 - 2012 werden insgesamt $ 1.500.000 bereitgestellt. Im Einzelnen wie folgt:
-                     $ 500.000 für Prävention von Mutter und Kind, vor allem HIV Prävention und auch Eindaemmung von Gewalt gegen Frauen in Ruanda, ein Projkt mit UNICEF.
-                     $ 500.000 Prävention, Behandlung und Verbesserung des sozialen Status von Frauen in Liberien, Reduzierung der Todesrate bei der Geburt (Mütter und Kinder), Hilfe für einen Start in ein neues Leben
-                     $ 500.000 Projekt: Sichere Städte für Frauen in Guatemala City, Guatemala und San Salvador, El Salvador, ein Projekt mit UNIFEM.
 
altNachmittags berichtete Adriana Quinones ausführlich über die Projekte zur Verhinderung von Gewalt gegen Frauen. ZONTA unterstützt ein Projekt für sichere Städte in Guatemala und El Salvador (Guatemala City und San Salvador, s.o.) und ein Projekt gegen Säureattacken gegen Frauen in Kambodscha, Nepal und Uganda. Ein weiteres Projekt soll Frauen in Haiti nach dem Erdbeben im Januar helfen. Alle drei Projekte wurden mit über 90 %iger Mehrheit zur Förderung für das nächste Biennium angenommen. Anschließend berichtete Urjasi Rudra über das UN-Projekt „Say No to Violence Against Women“ – alle Zontians sind aufgerufen, sich im Internet dafür zu registrieren (das geht auf der entsprechenden UN website oder der ZONTA website). Der Nachmittag endete mit Ausführungen der scheidenden und der neuen Chairman des Amelia Earhart Fellowship Committees, Holly Anderson und Sharon Langenbeck, und einer sehr interessanten Präsentation einer ehemaligen AE Fellow, Caroline A. Rickards aus Australien, die im Bereich der Auswirkungen von Luftfahrt, insbesondere bei Kampfjetpiloten, auf Herz und Kreislauf forscht.
Der Market place war – überwiegend von amerikanischen Clubs – mit ZONTA-Utensilien aller Art gefüllt und stets gut besucht. Es gab T-Shirts, Hüte, Schmuck jeglicher Art, Schlüsselanhänger, Taschen und und und … mit dem ZONTA-Emblem. Schade, daß wir aus transport- und zolltechnischen Gründen unseren Sekt und unsere Pralinen nicht anbieten konnten!alt
Wie üblich war auch für ein Rahmenprogramm gesorgt. Ein besonderes highlight war sicher  der Besuch einer Ranch am Abend des 26. Juni. Es gab deftige Steaks, Rodeo und sogar ein Feuerwerk. Angeboten wurden aber auch ein schönes Dinner am Rande des Riverwalk von San Antonio und ein Dinner mit Margaritas und der Vorführung, wie man die perfekte Margarita mixt, Enchiladas zubereitet und Salsa tanzt. Am 28. Juni bestand die Möglichkeit, an einem Lunch mit Fashion Show teilzunehmen; dabei wurden zunächst Kostüme aus Nord-, Mittel- und Südamerika aus alter Zeit vorgeführt, dann aber auch die Produkte einer örtlichen Boutique. Models waren überwiegend Zontians!
Schließlich der Ausblick in die Zukunft: Simone Ovart, Convention 2012 Chairman, präsentierte mit ihrem fröhlichen riesigen Team die nächste Gastgeberstadt Turin, Italien. Die Convention findet vom 06. bis 12. Juli 1012 statt.
Die 60. Internationale ZONTA Convention war für alle Beteiligten ein großartiger Erfolg, ausgezeichnet organisiert, excellente Präsentationen und alle wichtigen ZONTA-Themen konnten beraten werden.
Der Abschlußslogan: WIR! sind verantwortlich für den Erfolg!!!
 
Brigitte Wauer                                                                                               Susanne Tiedchen

"Lisa - Land in Sicht" ist eine Ausbildungsmaßnahme in einen handwerklichen Beruf für junge Frauen mit sozial oder familiär schwierigem Hintergrund. Häufig sind es Schulabbrecherinnen, die hier nochmals eine Chance suchen und bekommen.


Im stark von ausländischen Mitbürgern bewohnten Stadtteil Wedding, auf dem Max-Josef-Metzger-Platz, hat der ZONTA Club Berlin 1989 im Herbst des Jahres 2001  den seit einigen Jahren verwaisten Kinderspielplatz wieder hergerichtet, hat ihn gesäubert, die Sandflächen mit frischem Sand aufgefüllt, neue Spielgeräte gekauft und aufgestellt und - zur grossen Freude aller Kinder - den ersten Buddy-Bären nach Wedding geholt, der von Schülerinnen und Schülern einer nahe gelegenen Schule gemeinschaftlich bemalt wurde.


Das Projekt "Evas Haltestelle" ist eine der so dringend benötigten Anlaufstellen für obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte Frauen, die dort psychische und physische Betreuung finden.


Das größte und sicherlich interessanteste Projekt hatten wir im Jahr 2000, die "Jugendinitiative". Es war eine deutsche und auch alle deutschen ZONTA Clubs umfassende Initiative, als Ergänzung zur EXPO in Hannover gedacht, die sich zum Ziel gesetzt hatte, als Gastgeber der EXPO auch möglichst vielen Jugendlichen aus aller Welt den Besuch Deutschlands und der EXPO zu ermöglichen, und zwar für die Jugendlichen kostenlos, Deutschland wollte und sollte "die Jugend der Welt" einladen.


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