ZC Berlin 1989 - Wie wir wurden, was wir sind.

Brandenburger Tor BerlinBrandenburger Tor                                                                                Foto: © Karin Lange

Kommt zusammen!

Am 9. November 1989 fällt die Berliner Mauer. Damit beginnt eine neue Zeit des Aufeinanderzugehens für Frauen aus Ost und West, eine Zeit des neugierigen Austausches, des Voneinander- und des Miteinanderlernens. Nach Jahren der Zäsur durch nationalsozialistische Diktatur, durch Gewalt, Hass, Verfolgung, Krieg und Zerstörung, die schließlich in die Ära des Kalten Krieges und in zwei geteilte deutsche Staaten mündeten, schenkt der Mauerfall der Frauenbewegung in Deutschland diesen Neubeginn.

Es ist ein aufregender Neubeginn. Unterschiedliche politische Leitbilder, unterschiedliche Lebenserfahrungen in Familie, Beruf und gesellschaftlichem Umfeld prägen auch jene Frauen, die am 13. Januar 1992 gemeinsam den Zonta Club Berlin 1989 gründen. „Zwischen West und Ost blieb die Wahrnehmung der jeweils anderen Lebenssituation lange verzerrt. Dies zu ändern, war eine unserer wichtigsten Aufgaben“, erinnert sich unsere Gründungspräsidentin Antje Lode, ehemalige Kommunikationschefin bei Schering.

Überreichung Charterurkunde an Antje Lode

Übergabe der Charter-Urkunde an Gründungspräsidentin Antje Lode  Foto: © ZC Berlin 1989

Wir wollten einer international vernetzten Frauenbewegung angehören

Der Zonta Club Berlin 1989 ist der erste Club, der gemeinsam von Frauen aus Ost und West ins Leben gerufen wurde. „Wir wollten frühzeitig eine Verbindung in Gesamtberlin herstellen und damit gleichzeitig einer international vernetzten Frauenbewegung angehören“, schildert Dr. Inge Mischke, Kinderärztin aus Berlin Pankow, die Absicht der Ostberliner Gründungsmitlieder. Aus der Verbindung ist längst ein „Wir“ geworden. Zontians aus allen Teilen Deutschlands arbeiten heute im ZC Berlin 1989 lokal, national und international für die Rechte von Mädchen und Frauen zusammen und unterstützen gemeinsam wegweisende Projekte. Unser „Wir“ ist eine Errungenschaft, der wir uns im ZC Berlin 1989 in hohem Maße verpflichtet fühlen.

Clubpräsidentin Andrea Feth und Board ZC Berlin 1989

Clubpräsidentin Andrea Feth (2.v.r.) und Board des ZC Berlin 1989  Foto: © Karin Lange

Frauenrechte sind Menschenrechte

Zu unseren zentralen Anliegen zählt der Stopp jeglicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Zugleich setzen wir uns auf allen Ebenen für den gleichberechtigten Zugang von Mädchen und Frauen zu Schule, Ausbildung und Karriere ein. Die Verwirklichung der weltweit gesteckten Ziele der gleichberechtigten Teilhabe von Mädchen und Frauen in allen gesellschaftlichen Bereichen, erfordert nach wie vor ein starkes gemeinsames Engagement. Aufeinander zugehen, Unterschiede willkommen heißen, sich vertraut machen mit der Perspektive des anderen, gemeinsam Brücken bauen - das bleibt wichtige Voraussetzung für die Schaffung von Bedingungen, die weltweit allen Frauen und Mädchen ermöglichen, frei von Gewalt ihre Lebensträume zu verwirklichen.

Régine Deguelle, Governor Zonta International District 27

Régine Deguelle, Governor des District 27                                       Foto: © Karin Lange

Um diese Ziele zu erreichen, arbeiten wir auch auf internationaler Ebene eng zusammen. Der ZC Berlin 1989 gehört der Area 07 in Deutschland und damit gemeinsam mit Zontians aus Belgien, Frankreich, Luxemburg, Polen und der Ukraine dem Zonta International District 27 an. Governor des Districts 27 für das Biennium 2018 bis 2020 ist die Fernsehjournalistin und Medienberaterin Régine Deguelle, ehemalige Area Director von Area 07 und ehemalige Präsidentin des ZC Berlin 1989.

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