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Diesem Motto folgten einige Zontians mit Freunden und Verwandten am letzten Samstag, um das Projekt HAWAASH e.V. vor Ort live zu erleben. Im August ist das Projekt zu Gast im Restaurant  „Mamma Berlin“.

 Das Projekt HAWAASH und HAWAASH-Dinner ist ein soziales Gastronomieprojekt, bei dem unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (besonders auch Mädchen und junge Frauen) gefördert werden. Bei HAWAASH handelt es sich um einen gemeinnützigen eingetragenen Verein. Infos und Bilder zum Projekt auch unter: 

facebook.com/hawaashberlin

Die Zontians und ihre Gäste genossen ein veganes 3-Gänge-Menue, das unglaublich lecker war und alle Erwartungen voll und ganz erfüllte.

Es war ein geselliger Abend mit anregenden Gesprächen unter dem Motto: Gut essen und dadurch helfen!

Langfristig ist das Ziel des HAWAASH-Projekts, in einem eigenen Restaurant durch die Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen (Fachkraft im Gastgewerbe) mit dem Restaurantprojekt HAWAASH zur Integration von jungen Flüchtlingen beizutragen.

Es richtet sich speziell nach den Bedürfnissen dieser Jugendlichen; dazu gehört beispielsweise die gezielte Förderung von Sprachkompetenzen. So können sie ihr Potenzial entfalten und selbstständig werden.

HAWAASH bietet passende Strukturen, Begleitung und Förderung für die erfolgreiche Ausbildung dieser jungen Menschen, indem es sich an den Lehrinhalten der Industrie- und Handelskammer Berlin orientiert. Das feste Beschäftigungsverhältnis wirkt sich dabei natürlich positiv auf die Erteilung eines langfristigen Aufenthaltstitels aus und bietet den Jugendlichen Sicherheit. 

Die Mitinitiatorin des Projekts, Laura Otto – YWPA-Siegerin des Jahres 2008 (ZC Bremen) – stand uns in den Pausen zwischen den einzelnen Gängen für Fragen zur Verfügung und erläuterte unter anderem, was die Arbeit mit geflüchteten Mädchen und Frauen von der Arbeit mit geflüchteten Männern unterscheidet.

 

Die langjährige Erfahrung der Projektinitiatoren zeigt, dass es Unterschiede gibt. Wenn wir mit dem Projekt in Heime gehen und vor Ort kochen, nehmen viele Frauen teil. Auch wenn es gelingt, Vertrauen aufzubauen, klappt es oft nicht, dass sie das Heim verlassen und an ihnen „fremden“ Orten an Projekten teilnehmen. Dies liegt manchmal daran, dass sie sich unwohl fühlen, wenn sie sich im öffentlichen Raum bewegen.

Auch gibt es oft Bildungsunterschiede je nach Herkunftsland. Häufig sind die jungen Frauen, nicht alphabetisiert sind, trauen sie sich oft nicht, aus dem Haus zu gehen, da ihnen das Orientieren sehr schwer fällt. Auch familiäre oder traditionelle Verpflichtungen verhindern in einigen Fällen die Teilnahme an Projekten wie HAWAASH. In diesen Fällen muss also zunächst Arbeit in den Unterkünften geleistet werden, um die Frauen in ihrer Rolle und Position zu stärken. Hinzukommt, dass Frauen auf der Flucht fast immer Gewalt erfahren haben und häufig zusätzliche Traumata bestehen.

Am Ende des Abends hatte sich der Eindruck bestätigt, dass es sich um ein sehr unterstützenswertes Projekt handelt. 

 

(SG, 08/2016)


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